Landeswettbewerb

Unser Dorf hat Zukunft

 

 

Pressebericht und Beurteilung

     zum Landesentscheid

Pressebericht:

22.09.2011

 

Lewentz gibt  Wettbewerbssieger "Unser Dorf hat Zukunft" bekannt


Die Entscheidung im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2011 ist gefallen. „Der Wettbewerb liefert hervorragende Beispiele dafür, wie es motivierten und engagierten Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern gelingt, sich ein lebenswertes und zukunftsfähiges Umfeld zu schaffen. In allen Teilnehmergemeinden ist ein außerordentlich hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement zu spüren. Ebenso erfreulich ist die aktive Beteiligung und Mitwirkung aller Altersgruppen in der Dorfentwicklung“, sagte Innenminister Roger Lewentz.

 

Insgesamt 215 Dörfer hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, 104 in der Hauptklasse und 111 in der Sonderklasse. Davon hatten sich aus den vorausgegangenen Kreis- und Gebietsentscheiden 23 Dörfer für den Landesentscheid qualifiziert. Die interdisziplinär besetzten Jurys von jeweils fünf Personen in der Haupt- und Sonderklasse haben nach einer eingehenden Begutachtung vor Ort die diesjährigen Sieger im Landeswettbewerb ermittelt.

 

In der Sonderklasse* haben sich die teilnehmenden Gemeinden wie folgt platziert:

 

1. Großbundenbach (Landkreis Südwestpfalz)      1.800 Euro
2. Busenhausen (Landkreis Altenkirchen)             1.500 Euro
3. Bruch (Landkreis Bernkastel-Wittlich)                1.300 Euro
4. Albisheim (Donnersbergkreis)                               800 Euro
5. Mesenich (Landkreis Cochem-Zell)                        800 Euro
6. Geiselberg (Landkreis Südwestpfalz)                    800 Euro

 

Die nachfolgenden Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge) erhalten neben einer Glastrophäe und einer Urkunde jeweils ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro:

 

Bechtolsheim (Landkreis Alzey-Worms)
Eulenbis (Landkreis Kaiserslautern)
Insul (Landkreis Ahrweiler)
Seifen (Landkreis Altenkirchen)
Sierscheid (Landkreis Ahrweiler)
Wackernheim (Landkreis Mainz-Bingen)

 

In der Hauptklasse** haben sich die teilnehmenden Gemeinden wie folgt platziert:

 

1. Ottersheim (Landkreis Germersheim)                 1.800 Euro
2. Wilgartswiesen (Landkreis Südwestpfalz)     1.500 Euro
3. Dudeldorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm)                     1.300 Euro
4. Niederburg (Rhein-Hunsrück-Kreis)                        800 Euro
5. Herrstein (Landkreis Birkenfeld)                             800 Euro
6. Schauerberg (Landkreis Südwestpfalz)                  800 Euro

 

Die nachfolgenden Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge) erhalten neben einer Glastrophäe und einer Urkunde jeweils ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro:

 

Alflen (Landkreis Cochem-Zell)
Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis)
Fluterschen (Landkreis Altenkirchen)
Niederfell (Landkreis Mayen-Koblenz)
Schwabenheim (Landkreis Mainz-Bingen)

 

Die Teilnehmer am Bundesentscheid 2013 werden im Rahmen der beiden Landeswettbewerbe 2011 und 2012 ermittelt. Die Entscheidung und Bekanntgabe der Teilnehmer am Bundesentscheid 2013 erfolgt nach der Durchführung des Landeswettbewerbes 2012.
Der in diesem Jahr ebenfalls ausgelobte Sonderpreis für Innenentwicklung geht in der Sonderklasse an die Ortsgemeinde Bruch im Landkreis Bernkastel-Wittlich und in der Hauptklasse an die Ortsgemeinde Dudeldorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Beide Gemeinden erhalten den Sonderpreis in Höhe von jeweils 2.500 Euro für vorbildliche Initiativen und Maßnahmen zur Stärkung der Innenentwicklung. Die Preisverleihungen für die Sonderpreise „Innenentwicklung“ wird Innenminister Roger Lewentz vor Ort vornehmen. „Diesen beiden Dorferneuerungsgemeinden ist es durch eine Vielzahl von Maßnahmen in herausragender Weise gelungen, ihre Ortskerne zukunftsfähig zu gestalten und zu entwickeln“, so Lewentz. In der Ortsgemeinde Bruch wurden in den vergangenen Jahren 41 private Maßnahmen mit Hilfe der Dorferneuerung realisiert. Dabei wurden bei mehr als 3,5 Millionen Euro Gesamtkosten rund 500.000 Euro an Zuwendungen gezahlt. In der Ortsgemeinde Dudeldorf konnten in den letzten zehn Jahren über zwanzig private Dorferneuerungsmaßnahmen realisiert werden.
Bei der Bewertung im Landeswettbewerb wurden folgende Bereiche beurteilt: „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „Bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten“, „Baugestaltung und -entwicklung“, „Grüngestaltung und -entwicklung“ und „Das Dorf in der Landschaft“. Für den Wettbewerbsturnus 2011 bis 2013 wurden die Wettbewerbsrichtlinien wiederum ergänzt und den strukturellen Änderungen und Bedürfnissen angepasst. Dabei wurden aktuelle Themenschwerpunkte wie z.B. Breitbandverkabelung, die Einbeziehung von Menschen mit Beeinträchtigung in die sozialen und kulturellen Angebote oder der Stellenwert der baulichen Innenentwicklung gegenüber der Außenentwicklung neu aufgenommen.
Die feierliche Siegerehrung findet am Freitag, den 28. Oktober, ab 14 Uhr im Kurfürstlichen Schloss in Mainz statt.
„Alle Gemeinden im Landesentscheid sind Sieger und dürfen sich auch als Sieger fühlen“, so Minister Lewentz. „Ich bin stolz auf die geleistete Arbeit in unseren Dörfern und der festen Überzeugung, dass unsere Dörfer eine gute Zukunft haben. Alle Wettbewerbsteilnehmer haben zukunftsweisende Konzepte für ihr Dorf entwickelt“, so der Minister. „Mein besonderer Dank geht an die Damen und Herren der beiden Landesjurys. Es ist eine schöne aber auch manchmal undankbare Aufgabe, unter den besten Dörfern des Landes nochmal eine Rangfolge festlegen zu müssen. Aber wie bei vielen sportlichen Veranstaltungen auch, muss es bei noch so vielen Siegern auch erste Plätze geben“, so Lewentz.

 

* In der Sonderklasse sind die Ortsgemeinden und Gemeindeteile zusammengefasst, die in früheren Jahren bereits im Gebietsentscheid waren.


** In der Hauptklasse sind die Ortsgemeinden und die Gemeindeteile zusammen-gefasst, die sich zum ersten Male am Wettbewerb beteiligen oder in früheren Wettbewerben noch nicht im Gebietsentscheid waren.

 

Beurteilung:

Zusammenfassende Begründung der Landesjury für die drei 1.Platzierten in der Hauptklasse

 

Ortsgemeinde Ottersheim:

 

Unter dem Leitbild „Ottersheim - Fit für 2018“ arbeitet die Ortsgemeinde aktiv unter reger Beteiligung aller Bewohnerinnen und Bewohner an allen, für die zukünftige Entwicklung des Dorfes relevanten, Themen. Als besonders beispielhaft stellt sich vor allem die konsequente Entscheidung der Gemeinde zur Innenentwicklung dar. Im Zuge des „Aktiven Baulandmanagement“ werden Bauplatzsuchende gezielt auf die Alternativen zum Neubaugebiet angespro-chen und gemeinsam passende Möglichkeiten im Ortskern erkundet. Es wird auch dafür gesorgt, dass der Ortskern durch Maßnahmen, hauptsächlich im öffentlichen Raum, sowohl für die derzeitigen als auch für zukünftige Bewohner noch attraktiver wird. Hierzu zählen bei-spielsweise die sehr vorbildliche Renaturierung des Brühlgrabens mit allen damit verbunde-nen Maßnahmen, die geplante Neuordnung und Gestaltung der Ortsmitte sowie die Schaffung von vielfältigen Kommunikations und Treffpunkten für alle Altersgruppen.

 

Das bürgerschaftliche Engagement der Bürgerinnen, Bürger, Jugendliche und Kinder ist vor-bildlich hervorzuheben sowohl im sozialen wie kulturellen Bereich. Der Dorfentwicklungsprozess ist zukunftsorientiert und ganzheitlich ausgerichtet. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von Tradition und einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt. Interessengemeinschaften kooperieren mit den Vereinen auch interkommunale Kooperationen mit Nachbargemeinden sind Bestandteile dieser Entwicklung. Die Einbindung von Neubürgerinnen, Neubürger und Menschen mit Beeinträchtigungen ist gelungen. Die integrative Kinder-tageseinrichtung mit ihren vielen Aktivitäten ermöglicht Kindern mit Beeinträchtigung sowie nicht behinderten Kindern die Integration als Miteinander zu erleben.

 

Die Gemeinde Ottersheim beeindruckt vor allem durch ihr zielgerichtetes und zukunftswei-sendes Vorgehen hinsichtlich der Planungen für öffentliche Gebäude und Plätze. Die Konzep-tion für den Ortsmittelpunkt und die damit verbundenen Verkehrsberuhigungen überzeugen genauso wie die Ergänzung des Fußwegesystems zur Anbindung von Schule und Kindergarten an Eisdiele und Bäckerei sowie die Weiterführung bis zum naturnah gestalteten Bachlauf. Besonders hervorzuheben ist auch das aktive Bauplatzmanagement.

 

Die Präsentation der Grüngestaltung und entwicklung war sehr authentisch und zieht sich wie ein "grüner Faden" durch den gesamten Ort. Beeindruckend gut gelungen ist die Neuge-staltung des Brühlgrabens, der für die angrenzenden Bewohnern eine Premium-Wohnlage mitten im Dorf und mitten im Grünen ermöglicht. Sehr eindrucksvoll stellt sich auch der überwiegend in Eigenleistung umgestaltete Kindergarten dar mit einer gelungenen Symbiose aus Grünplanung und Naturpädagogik.

 

Die Gemeinde zeichnet sich durch einen beispielhaften Umgang mit der dörflich strukturier-ten, bäuerlich genutzten Kulturlandschaft aus. „Naturschutz durch Nutzung“ ist hier kein lee-res Schlagwort, sondern Programm. Aus der Einordnung der Gemeinde als landesweit bedeut-samer Bereich für den Freiraumschutz und Vorranggebiet für Arten und Biotope hat die Gemeinde die richtigen Schlüsse gezogen. Besondere Verdienste hat sich Ottersheim mit seinem Queichwiesenprojekt erworben. Neben der Sicherstellung der Wiesenmahd stand von Anfang an die Erhaltung und Reaktivierung der seit vielen Jahrhunderten praktizierten Wiesenbewässerung auch in den Nachbargemeinden im Vordergrund. Noch wenig bemerkt von der Allgemeinheit treten zoologische und botanische Raritäten, die durch diese Form der Wiesennutzung stark gefördert werden, wie z.B. Wachtelkönig, Schlammpeitzger, Ameisenbläuling oder Röhriger Wasserfenchel wieder in Erscheinung. Auch die Rückkehr des Weißstorchs, der rund um die bewässerten Queichwiesen die höchsten Bestandsdichten in Rheinland-Pfalz aufweist, macht die herausragende Bedeutung dieser Maßnahme deutlich.

 

 

 

Ortsgemeinde Wilgartswiesen:

 

Vor allem die Kooperationen zwischen der Ortsgemeinde Wilgartswiesen, den Bewohnerin-nen und Bewohnern des Dorfes, den ortsansässigen Vereinen und den Nachbargemeinden sowie die Stärkung der Wirtschaftsstruktur beispielsweise durch das interkommunale Gewerbegebiet machen Wilgartswiesen zu einem zukunftsfähigen Dorf. Auch die Umnutzung der ehemaligen Fabrik durch kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe ist als vorbildlich zu bezeichnen. Mit dem bedarfsorientierten Gebäudemanagement für die gemeindeeigenen Immo-bilien und der Ausweisung von Mini-Baugebieten innerhalb der Ortslage je nach Nachfrage reagiert die Ortsgemeinde unter dem Motto „Innenstatt Außenentwicklung“ gezielt auf de-mographische und aktuelle Veränderungen.

 

Lobenswert zu erwähnen ist das Aktiv-Team das in Zusammenarbeit mit den Vereinen Dorftraditionen und Weiterbildung organisiert und durchführt, gemeinsame Feste veranstaltet und den erwirtschafteten Erlös komplett an die Gemeinde fließt. Beim Seniorennachmittag werden Grundschule und Kindertagesstätte integriert. Bei der Aufführung des historischen Willigarta Spieles durch die Grundschüler wird ihnen ihre Dorfgeschichte vermittelt. Auch viele ehren-amtliche Arbeitseinsätze werden in der Gemeinde durch Bürgerinnen, Bürger, Jugendliche und Senioren geleistet. Hervorzuheben ist z.B. die Erstellung einer Bürgerzeitung, Patenschaften der Bürger für Pflanzbeete und Grünanlagen und die Renovierung der Falkenburg-halle in Eigenleistun.

 

In Wilgartswiesen sind die öffentlichen Gebäude und Plätze in hervorragendem Zustand und mit sinnvollen und zukunftsweisensenden Nutzungen ausgestattet (Rathaus, Altes Pfarrhaus, Kelterhalle u.a.). Besonders gut gelungen ist die architektonische Verbindung zwischen historischer Bausubstanz und neuen Bauteilen und Stilelementen.

 

Schön angelegte, alte Bauerngärten um die Kirche, ein mit viel Eigenleistung bepflanzter Friedhof, vielfältig bepflanzte innerörtliche Wege sowie prägende Solitärbäume verleihen dem Ort einen grünen Charakter. Hervorzuheben ist ein in Eigenleistung erstellter Abenteuerspielplatz unter der stringenten Verwendung heimischen Edelkastanienholzes, das ohne Imprägnierungsmittel auskommt. Löblich ist die Unterhaltung eines vereinseigenen Kelterhauses, in dem die Bewohner die Ernte Ihrer Streuobstwiesen keltern lassen.

 

Besonders bemerkenswert ist das außerordentliche bürgerschaftliche und ehrenamtliche En-gagement in allen Bereichen, von der Umweltbildung über Pflanz- und Pflegeaktionen bis hin zur Offenhaltung der Landschaft. Vorbildlich ist der Schutz der Falkenbrut durch temporäre Sperrung der Kletterfelsen und Bewachung der Horste durch ehrenamtliche Helfer und damit das besondere Engagement im Artenschutz. Weitere wertvolle Beiträge zum Schutz von Arten und Biotopen stellen die Umgestaltung des Dachbodens im Rathaus zum Quartier für das Große Mausohr oder eine Wehrumleitung für Fische an der Queich dar. Naturschutzfachlich sehr überzeugend und an die natürlichen Gegebenheiten angepasst erfolgt die Offenhaltung der Nass- und Feuchtwiesen sowie der Röhrichtbestände im Queichtal und im Naturschutzgebiet Tiergarten. Mit der Realisierung eines Ruheforstes wird dem gesellschaftlichen Wandel in der Bestattungskultur Rechnung getragen und überdies sichergestellt, dass sich ein bereits sehr alter naturnah genutzter Laubmischwald für weitere 100 Jahre ungestört entwickeln kann.

 

 

 

Ortsgemeinde Dudeldorf:

 

Die Ortsgemeinde Dudeldorf betreibt seit 30 Jahren aktiv Dorferneuerung und erfährt nun durch die Anerkennung als Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt der Dorferneuerung zusätzlichen Aufwind. Im Zuge dessen wird das bestehende Dorferneuerungskonzept unter Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner fortgeschrieben um die zukünftige Entwick-lung der Gemeinde weiter voranzutreiben. Vor allem die Symbiose zwischen Rückbesinnung auf Geschichte und Tradition und dem Blick auf moderne und zukunftsträchtige Themen und Herangehensweisen zeigt, dass Dudeldorf Zukunft hat. Dazu zählen zum Beispiel die Beteili-gung in der Bürger-Genossenschaft Photovoltaik oder die Unterstützung von Gewerbe- und Handwerksbetrieben bei alternativen Produktionsmethoden oder der Betriebserweiterung durch die Gemeinde.

 

Dudeldorf hat eine aktive Dorfgemeinschaft, die Pflege alten Brauchtums wird hochgehalten und mit Leben von den Vereinen gefüllt. Die Dudelsackpfeifer "Lion, Pipes and Drums" sind ein Aushängeschild für Dudeldorf. Bürgerschaftliches Engagement wird in der Gemeinde ge-lebt. Die Kapelle wurde von Nachbarn und ehrenamtliche Helfern renoviert und das Umfeld neu gestaltet. Der Schulhof an der Grundschule wurde in Eigenleistung durch Eltern und Kin-der in einen naturnahen Spielplatz umgewandelt und bepflanzt. Für die Sanierung des Spielpatzes im Ortsteil Ordorf wurde aufgrund der Vorschläge von Kindern ein Konzept entwickelt, das in Eigenleistung umgesetzt werden soll. Auf Burg Dudeldorf finden im Rahmen des Kultursommers für Kinder und Erwachsene kulturelle Veranstaltungen statt.

 

Der historische Ortskern von Dudeldorf ist in seiner harmonischen Gestaltung und durchgän-gigen Konzeption beispielhaft für andere Gemeinden. Vor allem die Belebung der zahlreichen schönen Gärten und Innenhöfe mit Gastronomie, Beherbergungsbetrieben und Kulturangeboten ist eine große Bereicherung für die Gemeinde.

 

Dorfprägend für Dudeldorf sind die vielen großen Solitärbäumen sowie die neu angepflanzte Allee am Ortseingang. Naturnahe Elemente wurden sinnvoll einbezogen im Naturspielplatz, dem Burggarten sowie weiteren privaten Gärten. Landschaftstypische Hecken und ein vielfältig begrünter Friedhof runden das positive Gesamtbild ab.

 

Wohltuend ist der harmonische Übergang der Gemeinde zur umgebenden Landschaft, was durch die gelungene, standortgerechte Bepflanzung der Ortsränder und den alleenartigen Charakter des Straßenbegleitgrüns bedingt ist. Die Gemarkung ist geprägt durch ein Mosaik aus Acker, Grünland und Feldgehölzen, aufgelockert und vernetzt durch arten- und blütenreiche Krautsäume und Reihen standortgerechter Obstgehölze. Die angepasste landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht es vielen geschützten Tier- und Pflanzenarten, hier zu leben. Diese reich strukturierte Kulturlandschaft wird durch ein Netz von gut gepflegten Rad-, Wander-, und Reitwegen für den Erholungssuchenden erlebbar gemacht. Hervorzuheben ist auch der sehr gute ökologische Zustand der Fließgewässer einschließlich der sie begleitenden Grünlandbe-reiche und Auengehölze.


(Bericht und Beurteilung der Hauptklasse als PDF Download) ...>>>