Ruine Wiligartaburg

Das „alte Schloss“ oder die Wiligartaburg

 

Etwa 3,5 Kilometer östlich von Wilgartswiesen befinden sich auf einem Felsenriff die spärlichen Überreste einer alten Wehranlage.

 

Besucher können den Burgberg bequem über einen Wander- bzw. Fahrradweg entlang der Nordseite des Queichtales erreichen. Der frühere Name „das alte Schloss“ wurde inzwischen jedoch weitestgehend durch die Bezeichnung „Wiligartaburg“ ersetzt. Der Sage nach, soll die Gräfin Wiligarta hier ein Einsiedlerleben voll Reue und Buße geführt haben, um für das ausschweifende Leben ihres umgekommenen Mannes zu sühnen. Tatsächlich irritiert dieser Name, da jegliche Aufzeichnungen und schlüssige Beweise für eine Erstbebauung in der karolingischen Zeit Wiligartas fehlen.

 

Tatsache ist jedoch, dass das „alte Schloss“ zu den frühen, pfälzischen Burgen zuzurechnen ist, die vermutlich im 10./11. Jahrhundert als Sitz der Amtsleute des Klosters Hornbach und zum Schutz des St. Pirmansbezirks und der vorbeiführenden Salzstraße entstand.

 

Nach den Ausgrabungen 1971-1974 konnten der aufwändige Hauptbau mit 1,75m breiten Längsmauern rekonstruiert werden. Da der Felsen teilweise mit Mauer und Wehrplattform umgeben war, zählte die Burg als ernstzunehmende militärische Anlage.

 

Später gehörte sie zu dem Burgenring um den Trifels und zur Sicherung des Queichtales.

Um 1300 wurde die Burg zerstört oder aufgelassen.