Historische Geleise

Im Dezember 2013 hatte die Daniel-Theysohn-Stiftung zu einem besonderen Wettbewerb aufgerufen. Gesucht waren bislang weitestgehend unbekannte natürliche oder historische Objekte, die unter einen besonderen Schutz gestellt werden sollten.

 

Kurz vor Bewerbungsende wurden von Christina und Jürgen Brödel gemeinsam mit Rainer Schneider für die Ortsgemeinde Wilgartswiesen eine Bewerbung abgegeben.

 

Beworben wurde ein Felsen mit Geleisen in der Gewanne „Dienstel“ zwischen der Abteilung „Esel“ und dem „RuheForst Südpfälzer Bergland“.  Für den Laien kaum erkennbar, verläuft hier ein ehemaliger Fahrweg mit Relikten einer einstigen Handelsstraße die von Weißenburg nach Bad Kreuznach führte.

 

Entdeckt wurde diese geologische Besonderheit von dem ehemaligen Lehrer auf dem Hermersbergerhof Hans Heinz Diehlmann, der 1983/1984 die Geleise zusammen mit Rainer Schneider freigelegt hat.

 

Diese Entdeckung wurde neben 58 weiteren Objekten bei der Daniel-Theysohn-Stiftung eingereicht und von einer siebenköpfigen Fachjury bewertet. Bei der feierlichen Siegerehrung im Mai 2014 im Biosphärenhaus in Fischbach wurde die Einreichung der Ortsgemeinde Wilgartswiesen mit einem erfreulichen dritten Platz und einem Preisgeld von 1 000,- Euro prämiert.

 

Mit Hilfe dieses Preisgeldes konnten die historischen Geleise beschildert und im Oktober 2014 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Man erreicht die Historischen Geleise nach etwa 3 Kilometern auf der K56 Richtung Hermersbergerhof. Etwa 500 Meter vor dem RuheForst befindet sich ein ausgeschilderter Parkplatz. Nach einem kurzen Fußweg gelangt man zu den historischen Geleisen.