Ökologie in Wilgartswiesen

Naturschutzgebiet Wilgartswiesen

Naturschutzgebiet Tiergarten

 

Die Namensgebung der Gewanne „Tiergarten“ ist ein Überbleibsel aus der leiningischen Zeit.

Am Fuße des Schloßberges, ließ der Graf von Leiningen 1553 tatsächlich einen Tiergarten anlegen, in dessen Freigehege sich einheimische Tierarten wie Hirsche, Rehe oder Wildschweine tummelten.

 

Seit 1984 ist das Tiergartental als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 

Wie kam es dazu:

 

Bis in die 1960iger Jahre wurden die hoch liegenden Ackerstreifen bepflanzt und die feuchten Wiesen lieferten Heu.

 

Danach wurden auf vielen Äckern Waldbäume ausgebracht. Eine Firma beutete in der Folge einen Ackerstreifen als Sandgrube aus und vergab die entstandene Grube als Müllkippe.

Zum Glück staute eine Person das Wasser, das sich am Boden sammelte und so konnte der braune Grasfrosch schon im Februar an eisfreien Stellen seine Laichballen ablegen und die Erdkröten folgten rasch mit ihren Laichschnüren nach. Die Quakkonzerte der grünen Wasserfrösche ertönten im Mai.

 

Einige Jahre, solange die Uferwände nicht bewachsen waren, lebte dort die Geburtshelferkröte. Sie ist verschwunden, wie der Fadenmolch, der Bergmolch und der Feuersalamander.

 

Der Antrag auf Naturschutz wurde bewilligt und große Teile des eingetragenen Mülls mussten entfernt werden.

 

Bald entdeckten Kleinlibellen, die Prachtlibelle, der Plattbauch und die Mosaikjungfer, so wie die Heidelibelle und die Winterlibelle die entstandene Wasserfläche.

 

Die Bildtafeln entlang des Weges zeigen einige der interessanten Pflanzen, die in dem Teich oder den Wiesen vorkommen.

 

Im Teich gibt es die gelbe Teichrose, die weiße Seerose und die Krebsschere. IN den feuchten Wiesen wächst der Fieberklee, die Drachenwurz, der Straußfarn, die Schwertlilie und der Igelkolben. Die Klette und die Kugeldistel wachsen am Wegrand.

 

Im Frühjahr blühen das Breitblättrige Knabenkraut und das Gefleckte Knabenkraut.

 

Vögel die besonders auffallen sind: Der Rotrücken-Würger, genannt auch Neuntöter. Der Grünspecht plündert die Erdbaue der kleinen Ameisen im Sommer und die Ameisenhügel im Winter. Bussard und Turmfalke jagen im Tal. Stockenten und der Fischreiher suchen Nahrung in den Teichen.

 

Dorngrasmücke und Mönchgrasmücke brüten in den Sträuchern.

 

Am Talende hat die rote Waldameise mit über 10 Ameisenhaufen eine sehr sehenswerte Stelle geschaffen.